Was hat ein Autohändler mit Kunst zu tun?

Gaetano Foti - Foto: www.koenigs-fotografie.de

Gaetano Foti – Foto: http://www.koenigs-fotografie.de

Ein kleiner Junge sitzt an einem Tisch und malt ein Bild von einer Wüste. Helle Farben, Sand und eine Sonne. Die Sonne aber hat keine Sonnenstrahlen, die wie sonst meist als Striche gezeichnet werden. Ihre Strahlen haben die Form von Zungen. Auf die Frage des Vaters, warum die Strahlen denn wie Zungen aussehen, antwortet das Kind mit Selbstverständlichkeit, dass das doch in der Wüste sei – die Sonne schwitze doch. Das sei einer der Momente gewesen, sagt Gaetano Foti, als er durch den Sohn den Sinn von Kunst verstanden hat. Kunst müsse man fühlen können.

Das Kinderbild ist eine Facette der Verbindung zur Kunst von Gaetano Foti. Er übernimmt die Schirmherrschaft über den „Kunstmarkt der Generationen“, den das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. erstmalig am 14. Juni 2014 im Schlosspark Lichterfelde veranstaltet. Der gemeinnützige Verein bietet Besuchern einen Tag voller Kunst, Kreativität und spannenden Begegnungen und den Künstlern die Möglichkeit ihre Kunst dem Publikum zu zeigen. Gaetano Foti steht dabei für Tradition, Familie, Bezirksverbundenheit und einem feinen Sinn für die Ästhetik. So hätte die Wahl des Schirmherren nicht besser fallen können.

1961 heiratete der italienische Vater die deutsche Mutter in Berlin. Sie zogen einen Monat nach Mauerbau wegen der unsicheren politischen Lage nach Italien. Dort wurde die Schwester geboren, 1963 ging es wieder nach Berlin, wo ein Jahr später Gaetano Foti geboren wurde. So besteht von Beginn an die Verbindung und Verbundenheit mit dem Bezirk. An die Schulzeit hat  er nicht die besten Erinnerungen, dafür mehr an das BWL-Studium und die KFZ-Ausbildung, die doch mehr seine Interessen fesseln konnten. So konnte er 1996 den vom Vater 1964 gegründeten Betrieb übernehmen und fortan erfolgreich führen. Bekannt ist Gaetano Foti unter vielem anderen durch den jahrelangen Vorsitz der MIT – der Mittelstandsvereinigung Steglitz-Zehlendorf, bei der er nun den Ehrenvorsitz bekleidet. Und auch privat ist er mit Ehefrau und drei Kindern fest verankert – der Bezirk kennt ihn, er kennt diesen Bezirk. Dennoch bezeichnet er sich nicht nur als Steglitz-Zehlendorfer. Seine Mutter hat die Kinder, die Familie, vor allem als Europäer und mehrsprachig erzogen. Die familiäre Tradition sowie die Verbindung zu anderen Nationen gleicht einer europäischen Geschichte. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Gaetano Foti wie selbstverständlich bei der Gründung des Willkommens-Bündnisses Steglitz-Zehlendorf am 7. Mai zugegen war.

Mit Italien verbindet er im Besonderen Licht, Gerüche und Geschmack. Geschmack auch im ästhetischen Sinne. Italien mit der Toscana, Sizilien und Umbrien sind für ihn die Wiege der Antike, des Mittelalters und der Renaissance. Kunst und Architektur sieht er als Resultat gesellschaftlicher Veränderungen, die sich in religiöser, soziologischer und philosophischer Richtung hervortun. Kunst müsse man spüren, das richtige persönliche Bauchgefühl dafür entwickeln. So sieht er Kunst nicht nur als Bestandteil der Museen. Kunst sei ebenso eine Frage des Lebens und Leben lassens, des Alltags und nicht zuletzt auch ein Geschäft. Wirkt Kunst nicht störend, ist sie authentisch und nicht langweilig – kommt sie im rechten Maße an und wird Bestandteil der Kultur und der Gesellschaft.

Betonung legt Gaetano Foti darauf, dass Kunst genauso wie ein gutes Essen schmecken müsse, dass sie spürbar wird, so wie die Zeichnung seines Sohnes. Unwichtig sei dabei, ob ein Künstler bekannt ist oder nicht. Wenn Kunst bewegt und aus dem Menschen, seinem Anliegen, aus seiner Motivation spürbar wird, dann sei sie am richtigen Platz angekommen.

Am 14. Juni wird er den „Kunstmarkt der Generationen“ gemeinsam mit der MIT unterstützen. Künstler werden ihre Ateliers öffnen und ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen. Familien und Besucher werden bewundern, staunen und Fragen stellen. Wir werden Aktionen erleben, Austausch fördern, Generationen mischen und einen besonderen Tag erleben. Gaetano Foti wird – wie immer – in der Mitte sein.

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Stadtteilzeitung Steglitz-Zehlendorf, Nr. 178 • Juni 2014

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